interaktiv

Praktikum im Ausland

Kaffee trinken statt Kaffee kochen

Autor:
Maja

Rubrik:
auszeit nach dem abi

18.09.2012

Vor ungefähr einer Woche habe ich mein Praktikum bei Amnesty International in Mexiko Stadt angefangen. Am ersten Tag war ich natürlich ganz schön aufgeregt. Welche U-Bahn muss ich nehmen? Wie finde ich von der U-Bahn zum Büro? Was werde ich genau machen? Kann ich das? Sind die Leute nett? Die üblichen Fragen eben …

Inzwischen haben sich einige dieser Fragen geklärt. Mit der U-Bahn zu Amnistía zu fahren ist recht einfach, man muss nur einmal umsteigen und am Bahnsteig um seinen Platz kämpfen, damit man, wenn die U-Bahn kommt, auch einsteigen kann. Außerdem sollte man aufpassen, in der U-Bahn nicht zerquetscht zu werden. Glücklicherweise gibt es ein Abteil nur für Frauen und wenn man es schafft, sich am Bahnsteig bis dahin durchzukämpfen, ist es ein bisschen entspannter und weniger überfüllt.

Als ich am ersten Tag im Büro ankam, wurde ich sofort sehr herzlich begrüßt. Überhaupt sind alle ganz fürchterlich freundlich, sodass man sich eigentlich wie bei Freunden und nicht wie bei einem Praktikum oder in der Arbeit fühlt. Man wird als Praktikant sehr respektvoll behandelt, man muss keinen Kaffee kochen und nur selten was kopieren – nicht öfter als alle anderen auch. Die Atmosphäre ist also ganz wunderbar, nur leider sind alle so nett zueinander, dass fast überhaupt nichts passiert, außer, dass viel Kaffee getrunken wird.

Zu meinen Aufgaben gehört also einerseits Kaffee trinken, quatschen und nichts tun und andererseits das Telefon und E-Mails zu beantworten. Beides fiel mir besonders in den ersten Tagen sehr schwer, inzwischen gewöhne ich mich aber daran. Formelle E-Mails auf Spanisch zu schreiben ist nicht direkt meine Stärke. Ich hoffe schwer, dass ich im Laufe der Zeit noch mehr zu tun bekomme. Glücklicherweise habe ich aber schon etwas in Aussicht: Eine andere Freiwillige kümmert sich um die Menschenrechtsverletzungsanzeigen und hat damit sehr viel um die Ohren. Es sieht also ganz so aus, als ob ich ihr bald helfen kann.

Bis dahin bleibt mir nichts als abzuwarten und Kaffee zu trinken.

Diesen Artikel teilen

Diese Webseite verwendet Cookies und das Webanalyse-Tool Matomo. Das hilft uns, dir ein gutes Nutzungserlebnis zu bieten und unsere Website zu verbessern. Wenn du durch die Seiten surfst, erklärst du dich hiermit einverstanden. Hier erfährst du mehr über die Nutzung deiner Daten und Möglichkeiten zum Widerspruch.