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Praktikum im Studium

Unsere Daten sind überall

Künstliche Intelligenz? Klingt immer ein bisschen nach Science-Fiction und Robotern, fand ich. Im Rahmen eines Praktikums hatte ich dann die Möglichkeit, einen Workshop zu Data Science zu besuchen: Dort bin ich eher zufällig gelandet. Zur Auswahl standen noch weitere Seminare, aber die waren bereits ausgebucht. Also: Warum nicht einmal selbst herausfinden, was es mit den Daten auf sich hat.
Was mich dabei besonders begeistert hat: Uns wurde die Aufgabe gegeben, ein Team für ein Projekt zusammenzustellen. Dafür sollten wir Daten nutzen, die wir aus unseren LinkedIn-Profilen gewinnen: LinkedIn ist ein soziales Netzwerk für berufliche Kontakte. Wir waren fünfzehn Teilnehmer in unserer Gruppe, aber nur sechs sollten an dem fiktiven Projekt mitarbeiten. Welche das sind, sollten wir nun anhand der Daten entscheiden, die das Netzwerk uns lieferte. Damit haben wir nur sehr wenige Daten genutzt: In einem echten Projekt hätte man schließlich vermutlich viel mehr als nur ein Profil herangezogen. Unsere Daten sind schließlich überall verstreut im Internet.
Die eine Lehre, die wir daraus gezogen haben: Natürlich haben wir die Daten alle freiwillig auf unsere Profile geladen. Dabei wussten wir aber nicht, was damit passiert. Jemand könnte beispielsweise vergangene Praktika nicht angeben, weil er nicht möchte, dass im Internet zu finden ist, wo er Arbeitserfahrung gesammelt hat. Für LinkedIn würde das automatisch so aussehen, als hätte die Person keine Arbeitserfahrung. Nehmen wir außerdem an, das fiktive Projekt ist ein Arbeitsplatz: Dann hätte ich vielleicht meinen Lebenslauf anders aufgeschrieben. Außerdem entscheiden letztendlich andere, welche Daten wirklich zählen: Die Frage, was eine Person nun „perfekt“ für das zu kreierende Team macht, ist schließlich ziemlich subjektiv zu beantworten. Alles in einem also eine schwierige Situation mit vielen moralischen Fragen!
Was ich dabei aber auch gelernt habe: Wir lernen viel zu wenig über Daten und künstliche Intelligenz! Einige der skandinavischen Länder haben das Thema längst in ihre Lehrpläne integriert. Finnland hat sogar einen kostenlosen Onlinekurs veröffentlicht, bei dem Bürger etwas über Künstliche Intelligenz gelernt haben. Der Workshop hat mich auf jeden Fall neugierig gemacht: Bisher habe ich das Gefühl, noch viel zu wenig über das Thema zu wissen, um bewerten zu können, ob Künstliche Intelligenz gut für unsere Gesellschaft ist.

Autor: Marie  |  Rubrik: studium  |  Mar 2, 2020

Praktikum im Studium

Wiedersehen nach dem Auslandssemster

Mehrere Monate lang ist man jeden Tag zusammen zur Uni gegangen, hat in einer gemeinsamen WG gewohnt oder im selben Projekt gearbeitet – und dann ist plötzlich alles vorbei. Ich kann mich noch daran erinnern, wie seltsam es war, als ich aus meinem Freiwilligendienst in Spanien zurückgekommen bin und mein Studium angefangen habe: In den neun Monaten in Spanien hatte ich mich an meine WG und meinen Arbeitsalltag gewöhnt. Von heute auf morgen war das plötzlich vorbei: Dann wohnten andere in unserer Wohnung, die nächsten Freiwilligen kamen ins Projekt und wir flogen nach Hause.
Als ich für mein Auslandssemester nach Taiwan geflogen bin, hatte ich das Gefühl, das schon viel nüchterner zu sehen: Ich konnte dort tolle Menschen kennen lernen, wir sind viel gemeinsam gereist und haben uns immer unterstützt, wenn es dank Kulturschocks, kaltem Winter und Hausarbeitenstress schwierig wurde. Gleichzeitig war mir aber von Anfang an klar, dass die Zeit dort auf ein Semester begrenzt war.
Wenn man sich im Ausland kennenlernt, finde ich es immer schwer vorstellbar, wie die anderen in ihrem Heimatland leben: In Taiwan haben wir im selben Wohnheim für Austauschstudierende gewohnt, haben dieselben Kurse besucht und sind an den Wochenenden gemeinsam verreist. Zuhause wohnen wir in unterschiedlichen Städten und Ländern, studieren unterschiedliche Fächer und haben die unterschiedlichsten Hobbies. Auf der einen Seite finde ich es total spannend, Menschen mal ganz anders als in ihrem gewohnten Umfeld kennenzulernen. Auf der anderen Seite ich es aber auch spannend, sie zuhause wiederzutreffen.
Seit meinem Auslandssemester hat es damit bisher erst einmal geklappt: Die Eltern einer guten Freundin, die ich in Taiwan kennen gelernt habe, wohnen in der Nähe meiner Unistadt: Fast ein halbes Jahr hatten wir uns nicht gesehen, bis es endlich mit einem Treffen geklappt hat – aber eigentlich fühlte sich alles wieder wie früher an. Lachen mussten wir vor allem, als wir im Düsseldorfer Verkehr zum Bahnhof hetzten – und uns ein bisschen fühlten wie damals, als wir versuchten, uns im Straßenverkehr der vietnamesischen Hauptstadt zurechtzufinden.

Autor: Marie  |  Rubrik: studium  |  Feb 24, 2020
Autor: Marie
Rubrik: studium
Feb 24, 2020

Praktikum im Studium

Feedbackgespräche im Praktikum

Weil die für mich zuständige Personalerin während meines letzten Praktikums ausgerechnet in meiner letzten Woche im Urlaub war, kam mein Feedbackgespräch mit etwas Verspätung – und ausnahmsweise telefonisch. Wenn ich jetzt darüber nachdenke, finde ich das eigentlich ganz schlau: So hatte ich Zeit gehabt, um über die Praktikumswochen nachzudenken.
So ein richtiges Feedbackgespräch hatte ich bisher selten: In einem vorherigen Praktikum fand es zwar statt, wurde aber von einer Vorgesetzten geführt, mit der ich gar nicht zusammengearbeitet habe. Ich glaube, oft können gerade die Kollegen, die Praktikanten eng betreuen und sie täglich unterstützen, ein viel besseres Feedback geben als Vorgesetzte. In einem anderen Praktikum gab es überhaupt kein formelles Feedbackgespräch, da wurde ich nur nebenbei gefragt, wie es mir gefallen hat.
Vor dem Feedbackgespräch habe ich ganz vergessen, dass es ja auch darum geht, wie zufrieden ich mit dem Praktikum war: Für viele Unternehmen sind Praktikanten ein perfekter Weg, um Nachwuchs anzuwerben und längerfristig an sich zu binden. Deshalb mein Tipp für alle, für die in nächster Zeit so ein Feedbackgespräch ansteht: Vorher schon einmal darüber nachdenken, wozu genau du gerne ein Feedback hättest – aber auch was du dem Unternehmen gerne auf den Weg geben möchtest. Und: Falls du Interesse daran hast, im Unternehmen zu bleiben, zum Beispiel als Werkstudent, dann ist spätestens das Feedbackgespräch der beste Moment, um darüber mit deinen Vorgesetzten zu sprechen.
Während ich das Feedbackgespräch total aufschlussreich fand, hat etwas anderes diesmal leider nicht geklappt: Weil ich mein Praktikum etwas früher als üblich angefangen habe, hat es sich um zwei Wochen mit dem Praktikum meines Vorgängers überschnitten. Für mich war das super: Er konnte mir aus erster Hand erzählen, welche Tipps er hat und wo es sich lohnt reinzuschnuppern. Gleichzeitig habe ich mitbekommen, wie der Alltag im Unternehmen funktioniert, einfach indem ich ihm erstmal gefolgt bin. Weil mein Praktikum dadurch aber auch früher als ursprünglich gedacht endete, hat es sich nicht mehr mit dem meiner Nachfolgerin überschnitten. Ich habe die letzten Tage deshalb darin investiert, das Praktikumshandbuch auf den neusten Stand zu bringen.