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Schülerleben live

Planänderung

Die Osterferien brachten nicht nur schönes Wetter mit sich, sondern auch mehr Zeit. So konnte ich endlich wieder in die Zukunft blicken und Pläne für den Wanderritt nach dem Abitur schmieden.
Ursprünglich wollten wir, meine Freundin und ich, nach Italien wandern. Die erste Etappe von Deutschland nach Österreich stellte ich mir noch unproblematisch vor. Doch die Alpen und das unbekannte Land Italien bereiteten mir Bauchschmerzen: Weder meine Freundin noch ich wollten mit zwei Pferden im Schlepptau über die gefährlichen Wege der Alpen ziehen. Eigentlich war der Gedanke hinter dem Weg nach Süden, dem Winter zu entkommen. Allerdings ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass wir genau im Winter vor den Alpen stehen würden.
Deshalb entschieden wir, vom Süden in den Norden zu schauen. Auch Dänemark und Norwegen sind in unseren Augen sehenswerte Länder und eine lange Reise wert. Der Vorteil wäre hierbei, dass wir für einen längeren Zeitraum in Deutschland wandern würden, wo uns Sprache und Land vertraut sind.
Wenn wir diesen Weg wählen, werden wir voraussichtlich erst zur Ostsee laufen und von dort aus nach Dänemark. Laut einer Berechnung, nach welcher wir fünf Tage pro Woche laufen und unsere tägliche Streckenlänge langsam erhöhen, benötigen wir etwa zwei Monate an die Ostsee. Somit müssen wir auch etwa zwei Monate für den Rückweg einplanen. Ich würde gerne Ende April wieder zu Hause sein, damit ich mich noch für einen Studienplatz bewerben kann. Das bedeutet, dass unsere Reisezeit etwa zehn Monate beträgt und dass wir, wenn man vier Monate für Hin- und Rückweg abzieht, sechs Monate Zeit haben, um durch Dänemark zu laufen und vielleicht die Grenze von Norwegen zu erreichen.
Doch egal, für welchen Weg wir uns entscheiden, starten können wir nur mit etwas mehr Geld in der Tasche – deshalb suche ich mir jetzt erst mal einen Job für die Sommerferien.

Autor: Laura  |  Rubrik: orientieren  |  Apr 10, 2018
Autor: Laura
Rubrik: orientieren
Apr 10, 2018

Schülerleben live

Schlimmste Klausur ever

Zurzeit stehen bei mir die letzten Klausuren in meinen Hauptfächern an. Zum Beispiel schreibe ich schon jetzt die in Gemeinschaftskunde, weil ich in diesem Fach kein schriftliches Abitur ablegen werde.
Vor Kurzem hatten wir in Deutsch die letzte Klausur vor dem Abi. Eigentlich konnte ich mich bisher gut auf Deutschklausuren vorbereiten, da wir die drei Pflichtbücher Homo Faber, Dantons Tod und Agnes sehr ausführlich im Unterricht behandelt hatten. Doch bei dieser Klausur war alles anders: Wir mussten einen Kurzprosatext, also eine Kurzgeschichte, interpretieren. Mehr Informationen gab es vorab nicht, sodass ich nichts für die Klausur habe lernen können. Das verursachte mir ein schlechtes Gefühl und ich dachte, dass bestimmt eine Kurzgeschichte drankommen würde, die sehr schwer zu verstehen ist.
Und so war es dann auch: Wir mussten „Ein altes Blatt“ von Franz Kafka interpretieren. Verzweifelt las ich mir zum gefühlt hundertsten Mal die Kurzgeschichte durch und verstand sie trotzdem nicht. Ich blickte zu meinen Nachbarn und damit in ebenso erschrockene Gesichter. Von den zwei Schulstunden, die wir für die Klausur Zeit hatten, benötigten die meisten (so auch ich) alleine eine Stunde, bis sie ansatzweise ein paar Sätze aufschreiben konnten. Immer wieder überlegte ich, ob das wohl die schwierigste Kurzgeschichte war, die wir jemals vorgesetzt bekamen. Komischerweise verließ unser Lehrer bereits eine Viertelstunde früher den Raum, da er auf eine Fortbildung musste. Verdutzt schauten wir uns an und machten uns schnell daran, gemeinsam im Internet nach möglichen Interpretationsansätzen zu suchen. Doch die Zeit reichte nur noch dazu, festzustellen, dass keiner von uns die Geschichte richtig gedeutet hatte. Ich freue mich schon auf meine Note – das kann ja heiter werden …

Autor: Tobias  |  Rubrik: orientieren  |  Apr 5, 2018
Autor: Tobias
Rubrik: orientieren
Apr 5, 2018

Schülerleben live

Stressiger Endspurt

Klausurenplan – dieses Wort habe ich für dieses Halbjahr zum Glück zum letzten Mal gehört, denn damit verbinde ich puren Stress und Tage und Nächte voller Lernen. Immer zu Beginn eines neuen Halbjahres bekommen wir einen neuen Klausurenplan mit allen Terminen für das kommende Halbjahr. Die erste Challenge ist es, die ganzen Abkürzungen zu verstehen und dann die richtigen Klausuren – also von den Kursen, die man tatsächlich belegt, in seinen Terminkalender einzutragen. Dabei wird mir immer ganz mulmig, besonderes, wenn zwei oder drei Klausuren in einer Woche anstehen oder ich eine Klausur in einem lernintensiven Fach gleich am Montag nach den Ferien schreiben muss.
Früher dachte ich, dass man als Abiturient schon ab Anfang Juni keine Schule mehr hat. Das stimmt eigentlich, aber unser Abitur liegt dieses Jahr spät, die Prüfungen starten nämlich erst Ende April – ein Monat später als normal. Auch die Lehrer scheinen unzufrieden mit dem späten Abiturtermin zu sein, da sie uns dementsprechend länger unterrichten müssen.
Doch zurück zum Thema: Als ich den neuen Klausurenplan zum ersten Mal sah, fiel mir gleich auf, dass ich noch nach den Pfingstferien im Juni Klausuren in den Nebenfächern schreiben muss. Und gerade in der Woche nach den Ferien haben wir drei Klausuren. Zwar könnte man meinen, dass Nebenfächer nicht so viel zum Lernen sind, doch gerade das Gegenteil ist der Fall. In Biologie zum Beispiel muss ich fast eine Woche vor der Klausur schon mit dem Lernen anfangen, weil es so viel Stoff ist. Nichtsdestotrotz hoffe ich, dass ich das Schuljahr und die Klausuren irgendwie schaffen werde.

Autor: Tobias  |  Rubrik: orientieren  |  Mar 29, 2018
Autor: Tobias
Rubrik: orientieren
Mar 29, 2018