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Schülerleben live

Reise ins Elsass

Autor:
Tobias

Rubrik:
orientieren

13.06.2018

In der zweiten Ferienwoche ging es für mich ins Elsass. Rund dreieinhalb Stunden fuhr ich mit dem Zug nach Straßburg, für nur 21 Euro mit dem Baden-Württemberg-Ticket Young. Es war für mich die erste Reise, die ich ganz alleine bestritt – ich und mein großer Backpacker-Rucksack, den ich von meinen Eltern zu Weihnachten geschenkt bekommen habe.
Für mich stand bei dieser Reise nicht das Touristische im Vordergrund, sondern vor allem, dass ich mein Französisch kurz vor den Kommunikationsprüfungen Mitte Juni noch verbessern kann. Deshalb entschied ich mich bewusst gegen ein Hostel oder eine Jugendherberge. Im Internet habe ich schon vor langer Zeit von der Plattform „Couchsurfing“ gelesen. Dort können sich Gastgeber anmelden, um für meistens ein oder zwei Nächte jemanden bei sich kostenlos übernachten zu lassen. Die Hosts (Gastgeber) werden dann von den Reisenden bewertet. Natürlich waren meine Eltern sehr skeptisch, dass ich bei Fremden übernachten werde.
Doch die Bedenken stellten sich als absolut unbegründet heraus: Ich habe bei zwei verschiedenen Hosts übernachtet und ich habe mich mit beiden gut verstanden. Mit dem Einen ging ich zum Beispiel abends essen, anschließend sprachen wir noch fast vier Stunden lang auf Französisch. Er verbesserte mich und meine Aussprache immer wieder, was mir sehr weiterhalf. Und man kann es sich kaum vorstellen, aber am nächsten Tag dachte ich manchmal schon in der Fremdsprache. Alles in allem, verbrachte ich eine sehr schöne Woche in den Städten Straßburg, Mülhausen und Colmar, und lernte eine Menge neuer Wörter.
Ich plane schon jetzt meine Andalusien-Rundreise Anfang Juli direkt nach dem Abiball. Da werde ich auf jeden Fall wieder couchsurfen. Dann heißt es: Spanisch lernen und sprechen für mein Praktikum bei einer deutschen Zeitung in Alicante ab August. Ich freue mich schon sehr!

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