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Studieren im Ausland

Zu perfekt, um wahr zu sein!

Autor:
Esther

Rubrik:
studium

11.02.2015

Thais hatte recht gehabt. Man konnte nicht anders als Jericoacoara zu lieben. Kein Auto durfte in den Ort hineinfahren. Es gab nur Boogies, die das Gepäck der Leute zu den jeweiligen Unterkünften brachten und den Touristen Fahrten zu den nahegelegenen Lagunen anboten. Außerdem liefen eigentlich alle Leute barfuß herum, da die Straßen und Wege aus Sand bestanden. Es gab wunderschöne Läden mit Kunsthandwerk und tolle Restaurants und Bars. Tagsüber machten wir mit den Boogies Ausflüge zu den schönsten Lagunen.

Als wir an der „Lagoa do Paraíso“ ankamen, konnten wir unseren Augen kaum trauen. Der Name hatte nicht zu viel versprochen. Es sah wirklich aus wie im Paradies. Der Strand war strahlend weiß und im türkisen, kristallklaren Wasser waren Hängematten angebracht, in denen man Caiprinhas trinken konnte. Zudem hatten wir wirkliches Glück, da wir außerhalb der Hauptsaison gekommen waren. Die Strände waren relativ leer und die Preise der Unterkünfte nicht allzu teuer. Nachmittags kehrten wir ins Dorf zurück, aßen in einem der kleinen Restaurants Fisch oder Krabben, um dann abends den Sonnenuntergang von einer riesigen Sanddüne aus zu beobachten. Und danach begannen auch schon die Partys am Strand. Kleine Stände eröffneten ihre Bars, an denen sie die unterschiedlichsten Cocktails anboten, und verschiedene Gruppen begannen in einer Runde Samba und Pagode zu spielen. Es war einfach alles zu perfekt, um wahr zu sein!

Am letzten Abend feierten schließlich Paolo, einer der Mexikaner, und ich unseren Geburtstag. Unsere Freunde hatten 23 Kerzen für uns in den Sand gesteckt und angezündet, einen Kuchen in der Jugendherberge für uns gebacken und die Musiker am Strand gefragt, ob sie für uns nicht einen Geburtstagssamba spielen könnten. Wir waren uns einig: Einen schöneren Geburtstag hätten wir uns nicht wünschen können!

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