Logo Bundesagentur für Arbeit
Logo Bundesagentur für Arbeit
  • Drucken
  • Versenden
  • PDF (Öffnet sich in neuem Fenster)

Kategorien

Studieren im Ausland

Roadtrip durch Frankreich - Teil 1

Frankreich ist in verschiedene Ferienzonen aufgeteilt. Vergangene Woche waren Ferien in der Zone, in der auch Marseille liegt. Viele meiner französischen Kommilitonen nutzen die freien Tage zum Entspannen und besuchten ihre Eltern, Geschwister und Freunde aus Schulzeiten. Ich flog am Freitag nach Deutschland und setzte mich am Sonntag mit fünf Freunden in einen VW-Bus. Zusammen machten wie uns auf den Weg Richtung Südfrankreich. Unser Ziel für diesen Tag: Lyon. Dort hatten wir für zwei Nächte eine kleine Wohnung gemietet und deshalb den ganzen Montag Zeit, um uns die Stadt anzusehen.
Lyon ist eine schöne, gut erhaltene und gepflegte Stadt, die stark von den dort zusammenfließenden Flüssen Rhône und Saône geprägt ist. Auf dem Hügel im Westen der Stadt thront eine eindrucksvolle Kirche, die mit ihren Zinnen auf den Türmen und ihrer einschüchternden, symmetrischen Fassade von außen eher an eine Festung als an ein Gotteshaus erinnert. Von der Terrasse neben der Kirche bietet sich ein fantastischer Blick auf den Stadtkern, der von der Rhone und der Saône umschlossen wird. Zahlreiche Brücken verbinden die Altstadt am Fuße des Hügels mit dem Stadtkern.
Auf dem Hügel gibt es auch zwei faszinierend gut erhaltene Amphitheater aus der Römerzeit. Dort legten wir auf deren Rängen eine Pause ein. Durch die schmalen Gassen der Altstadt liefen wir den Hügel anschließend wieder hinunter und ließen den Abend in einer Bar im Stadtkern ausklingen. Am nächsten Morgen ging es weiter Richtung Marseille.

Autor: Katha  |  Rubrik: studium  |  Jun 5, 2019

Studieren im Ausland

Chaos im Krankenhaus

Als ich eine Auslandskrankenversicherung für meine Semester in Taiwan abgeschlossen habe, ist mir aufgefallen, dass ich tatsächlich noch nie zuvor im Ausland bei einem Arzt oder im Krankenhaus war. In Taipeh sollte sich das jedoch ändern: Ich habe schon länger Knieschmerzen bei starker Belastung, hatte es zuvor aber so im Griff, dass ich mir keine Gedanken über Sport machen musste. Nachdem ich in Taipeh an den Wochenenden oft wandern war, spürte ich meine Knie aber plötzlich ganz deutlich. Erst habe ich gehofft, bis zu meiner Rückkehr nach Deutschland durchzuhalten, dann ist mir klar geworden, dass das vermutlich keine Option ist.
Zuerst einmal hat mich das Krankenhaus in Taipeh total überrascht: Es gibt nämlich eine Übersetzerin, die in Vollzeit angestellt ist, fließend Englisch spricht und zwischen Patienten und Ärzten vermittelt. Für mich war das ein klarer Vorteil: Ansonsten hätte ich nur auf mein Knie zeigen und dabei auf Chinesisch sagen können, dass es mir nicht gut geht. Außerdem habe ich direkt einen Termin bekommen, obwohl ich kein Notfall war. Ohne Übersetzerin hätte ich vermutlich auch gar nicht verstanden, wann ich an der Reihe war: Statt die Patienten aufzurufen, wurde auf einer elektronischen Tafel angezeigt, wer das Zimmer betreten sollte. Da ich mit chinesischen Schriftzeichen nicht allzu viel anfangen kann, habe ich das glatt übersehen.
Chaotisch war die Behandlung dann aber doch: Alles funktionierte wie am Fließband, ganz besonders die Röntgenaufnahmen. Die Verständigung wurde zwar dank Übersetzerin einfacher, wirklich reden konnte ich mit dem zuständigen Arzt aber eben nicht. Der wollte mich letztendlich an einen Physiotherapeuten überweisen, bei dem ich aber so lange auf den nächsten Termin hätte warten müssen, dass mein Auslandssemester dann bereits vorüber gewesen wäre.
Letztendlich hat man mir also nicht weitergeholfen. Heilfroh war ich trotzdem, dass ich dank der Übersetzerin erklären konnte, dass meine Auslandskrankenversicherung die Kosten vermutlich nur übernimmt, wenn mein deutscher Name auf der Rechnung steht – und nicht der chinesische, den mir meine Gastuni zugeteilt hatte.

Autor: Marie  |  Rubrik: studium  |  Jun 3, 2019
Autor: Marie
Rubrik: studium
Jun 3, 2019

Studieren im Ausland

Ein Tag an der École Centrale de Marseille

Der Tag an meiner französischen Hochschule beginnt um acht Uhr mit der ersten Vorlesung. Zwischen den Vorlesungen, die jeweils zwei Stunden dauern, habe ich eine Viertelstunde Pause. Die Mittagspause dauert sogar über eine Stunde. Wenn ich tatsächlich den ganzen Tag Vorlesungen habe, kann der Tag bis 17.45 Uhr ganz schön lang werden. Da ich aber zwei Kurse weniger habe als regulär vorgesehen, muss ich nicht jeden Tag um acht Uhr hin. Zusätzlich sind Montag- und Donnerstagnachmittag für Sprachkurse und die studentischen Vereine vorgesehen – also habe ich keine Vorlesungen! Diese Regelung finde ich großartig, denn so hat man einen festen Zeitrahmen, in dem man sich kulturell weiterbilden kann sowie einen Anstoß, sich ehrenamtlich zu engagieren. Außerdem bietet die Schule im Rahmen verschiedener Kurse kostenlose Möglichkeiten an, Sport zu machen. Das sorgt für ein echtes Campusgefühl und ist außerdem praktisch, denn die Hochschule liegt am äußersten Rand der Stadt. Wenn man also alles gleich dort erledigen kann, spart man sich weite Wege. Mittags geht es typisch französisch zu: Die Mensa ist etwas chaotisch und man wartet oft lange an der Kasse. Selbstverständlich gibt es drei Gänge: eine kleine Vorspeise von einem kalten Buffet, eins von fünf zur Auswahl stehenden Hauptgerichten und einen Nachtisch in Form von Obst, Joghurt oder einem kleinen Stück Kuchen. Zusammen mit der Wartezeit braucht man, um das alles aufzuessen, schon mal eine Stunde. Anfangs hatte ich nach so einem üppigen Mittagessen oft Schwierigkeiten, am Nachmittag wach zu bleiben. Die Mischung aus Suppenkoma und technischem Französisch hat mich regelmäßig an den Rand meiner Aufmerksamkeitsschwelle getrieben. Inzwischen habe ich mich aber daran gewöhnt und überstehe auch die Nachmittage, ohne einzuschlafen.

Autor: Katha  |  Rubrik: studium  |  May 28, 2019