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Barrierefrei studieren?

Viel zu viele Bücher

Autor:
Daniela

Rubrik:
studium

09.04.2009

Ich muss in diesen Semesterferien drei Hausarbeiten schreiben, insgesamt also zirka 40 Seiten wissenschaftlichen Text abliefern. Das ist zu schaffen, wenn es mir auch schon längst keinen Spaß mehr macht. Dazu leihe ich mir zurzeit sehr viele Bücher aus. Und die liegen dann in kleinen Stapeln auf meinem Schreibtisch herum, bis ich anfange sie miteinander zu verwechseln. Klar könnte ich schnell bei einem Wohnheim-Nachbarn anklopfen und mich vergewissern: Ist das dieses Buch? Oder jenes?

Aber wer macht das schon? Ich jedenfalls war mir sicher, zu wissen, welches Buch ich vor mir hatte, als ich es in die Bibliothek zurückbrachte. Dort erfuhr ich allerdings, dass ich mich geirrt hatte: Ich hatte doch tatsächlich das falsche Buch eingepackt. Und das, welches ich dringend wieder hätte abgeben müssen, lag noch immer zu Hause auf meinem Schreibtisch.

Die Frage war dann nur: Welches von denen, die sich dort angesammelt hatten, war das, das ich suchte? Nun musste ich doch bei einem Nachbarn klopfen. Vor allem aber musste ich den Weg zur Bibliothek zweimal gehen. Und das hat mich ziemlich geärgert. Einem Sehenden könnte so etwas nicht passieren. Aber wir Blinden müssen immer auf alles ganz genau achten und uns jede Kleinigkeit merken. Sogar welches Buch sich wie angefühlt hat oder wenigstens wohin ich es gelegt habe. Und da ich bei solchen Dingen eher schlampig und nachlässig bin, bin ich dann eben noch mal zur Bibliothek gelaufen. Vielleicht habe ich daraus ja etwas gelernt.

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