interaktiv

Medizin studieren

Echo-Kurs

Autor:
Johannes

Rubrik:
studium

18.12.2015

Da im Arbeitsalltag eines Arztes die praktische Arbeit ein großer Bestandteil ist, gehören neben theoretischen Vorlesungen und Seminaren auch praxisorientierte Kurse zur Studienordnung im Medizinstudium. Vor einer Woche beispielsweise hatten wir den sogenannten „Thorax-Trainer“, einen Kurs, in dem wir das „Auskultieren“ – sprich das Abhören – des Herzens mit einem Stethoskop trainierten.

Wie ein gesundes Herz klingt wissen wir zwar schon alle, doch wenn es darum geht, pathologische Geräusche zu erkennen, gucken wir alle in die Röhre. Klar, in Lehrbüchern steht dann was von „crescendo-decrescendoartigen“, „rauen niederfrequenten oder schwirrenden“ Geräuschen. Aber ganz ehrlich, wer kann sich darunter denn wirklich etwas vorstellen? Es erfordert viel Übung, um das in den richtigen Kontext einordnen zu können.

Diese Woche hatten wir den „Echo-Kurs“. Dabei geht es um das Schallen des Herzens durch die Brustwand – also ein Ultraschall-Kurs. Alternativ dazu kann man den Ultraschall des Herzens auch durch die Speiseröhre machen, aber da wir das alles an uns selbst – gesunden, jungen Menschen – üben, lassen wir letzteres lieber weg. Unnötigen Narkose-Risiken sollte man sich nicht aussetzen.

Der Echo-Kurs findet in Gruppen mit fünf bis sechs Studenten statt. Wahlweise sind das reine Frauengruppen oder Gruppen mit mindestens zwei Männern. Einfach deswegen, weil man dabei komplett Oberkörper frei ist, sodass das für die Frauen schon sehr unangenehm wäre. Mit mindestens zwei Männern hingegen werden einfach die beiden immer abwechselnd untersucht. Dabei geht es zunächst in erster Linie gar nicht um ein Untersuchungsergebnis, sondern vielmehr darum, überhaupt mit dem Ultraschallgerät umgehen zu können.

Das ist – genau wie das Suchen der darzustellenden Strukturen – das Schwierige am Schallen: Das Bild ist bewegt, daher sieht alles anders aus als in den Anatomie-Atlanten. Aber gut, es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen, und für den Anfang stellen wir uns schon einigermaßen gut an.

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