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Medizin studieren

Rückschläge

Autor:
Johannes

Rubrik:
studium

27.10.2016

Rückschläge werden kommen. Das wurde mir vor Antritt der Doktorarbeit von allen gesagt, die ihre Promotion schon hinter sich haben, und auch von allen, mit denen ich derzeit im Labor arbeite. Diese Vorwarnung habe ich allerdings in einem Anflug von Naivität und vermutlich auch Arroganz weggeschoben und mir gedacht: Wenn ich mich genug anstrenge und akribisch arbeite, wird das bestimmt nicht so schlimm.
Zwei Wochen ist es jetzt her, dass ich im Labor angefangen habe. Genau so lang hat es gedauert, bis die erste größere Sache nicht so hingehauen hat, wie ich mir das vorgestellt hatte. Statt zu proliferieren, also zu wachsen, haben die von mir angesäten Zellen nämlich gar nichts gemacht. Nichts machen war in dem Fall die schlechteste Option, bedenkt man, dass die ganze Kultur damit für mich unbrauchbar wurde und die Arbeit der vorigen zwei Tage für die Katz‘ war.
Zwei Tage? Da lachen bestimmt viele Laboranten, Technischen Assistenten, Forscher und andere, die in einem Labor arbeiten. Es ist bestimmt auch eher zum Schmunzeln. Aber für meine zwei Wochen im Labor sind zwei vermutlich durch Unachtsamkeit verlorene Tage eben ziemlich viel. Ich hoffe nur, dass mir das eine Lehre ist und ich einerseits in Zukunft noch besser aufpasse und andererseits mit diesen unvermeidlichen Rückschlägen in Zukunft besser umgehen kann.
Abgesehen davon macht mir die Arbeit im Labor aber viel Spaß. Seinen Tag frei planen zu können, ohne Erwartungen erfüllen zu müssen, sondern einfach nur für sich selbst zu arbeiten, ist eine ganz neue, aber tolle Erfahrung!

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