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Studentenleben live

Verhandlungssache — gewusst wie!

Das dachte sich wohl auch mein Professor für Konsumenten- und Kaufverhalten, denn für Montagnachmittag war ein Verhandlungs-Workshop angedacht. Nach der Theorie kam jedoch nicht die Praxis, sondern erst eine Selbsteinschätzung zum Thema: „Wie verhalte ich mich bei Verhandlungen? Welchen Verhandlungsstil übe ich aus?“. Sofern man bei der Beantwortung nicht geschummelt hat, sondern sich selbst treu geblieben ist, konnte man sich am Ende der Auswertung wiederfinden. Schritt 1 war also erledigt: Jeder hatte nun seinen persönlichen Verhandlungsstil vor sich liegen.

Schritt 2 sah nun vor, sich in kleinen Dreiergruppen zusammenzusetzen. Meine Gruppe war bestens aufgestellt: Wir ergänzten uns in unseren Stilen einfach perfekt. Als nächstes teilte unser Professor unseren Kurs in zwei gegnerische Seiten: Sechs Gruppen repräsentierten eine Marketing-Agentur und die anderen sechs Gruppen ein Getränke-Unternehmen. Aufgabe war es, eine Vertragsverhandlung nachzuspielen und den für die eigene Seite besten Deal an Land zu ziehen. Also alles zum Thema Vertragsdauer, Anzahl der ausgeführten Kampagnen, Launch-Termine, Bezahlungskonditionen, Medienbeitrag und Kontrollinstanz. Meine Gruppe und ich waren die Marketing-Agentur. Um eine etwas lockere Atmosphäre zu schaffen, setzten wir uns mit der Getränke-Unternehmen-Gruppe in die Cafeteria. Es war wirklich keine leichte Sache, dieses Gespräch zu führen.

Anfangs waren unsere Gegner nicht dazu bereit, Kompromisse einzugehen. Dabei verfolgten meine Gruppenmitglieder und ich ganz klar eine Win-Win-Strategie. Dieser Vertrag sollte für beide Parteien lukrativ sein. Dies erfordert natürlich das Eingehen von Kompromissen. Wir diskutierten und diskutierten und diskutierten… Wir waren so in dieses Rollenspiel vertieft, dass wir am Ende sogar die Zeit vergaßen und eine ganze Viertelstunde zu spät zurück zur Vorlesung kamen. Unser Professor reagierte jedoch gelassen: „Taffe Verhandlung, was?“, fragte er uns mit einem Augenzwinkern. Oh ja, das war sie, obwohl wir es nur als improvisiertes Rollenspiel erlebt haben. Im echten Berufsleben dürfte es noch eine ganze Ecke härter sein. Schließlich spricht man nicht umsonst oftmals von Haifischbecken …

Autor: Jacqueline  |  Rubrik: studium  |  Dec 2, 2013
Autor: Jacqueline
Rubrik: studium
Dec 2, 2013

Studentenleben live

Studentenküch

Mit mindestens einer warmen Mahlzeit am Tag von Mutti verwöhnt kommt der frischgebackene Student im Studentenleben an und stellt fest, dass das ganz schöner Luxus war. Nicht, dass wir daheim nicht auch mitgeholfen hätten, hier mal einzukaufen, da mal zu schnippeln oder zu kochen – aber jeden Tag und alles alleine zu machen, das macht keinen Spaß mehr. Hatte ich am Anfang meiner Studentenzeit noch – wie ich es von daheim gewohnt war – alles da, verschlankte sich mein Sortiment Stück für Stück. Irgendwann habe ich nur noch darauf geachtet, dass Brot, Käse und Milch immer da waren. Es ist einfach langweilig, immer nur für sich selbst zu kochen und in meiner Puppenküche, bestehend aus zwei Herdplatten und einer Spüle, aber keinem richtigen Platz zum Schneiden, arbeitet es sich auch nicht gerade wie bei Tim Mälzer.

Dann wäre da noch die Mensa als Alternative – ich beklag mich nicht, es ist billig und man bekommt einiges auf den Teller – wären da nur nicht immer diese Bauchschmerzen danach …

Ein weiteres Problem ist das Einkaufen ohne Auto. Auf Sprudel verzichte ich schon lange, schließlich sind die Kisten ganz schön schwer. Leitungswasser tut‘s auch. Wenn ich dann mit einem Rucksack auf dem Rücken und drei Tragetaschen in den Händen endlich wieder daheim ankomme, bin ich immer völlig fertig.

Aber ein Gutes hat die Studentenküche doch: Den anderen geht es genauso und so kann man sich oft zum gemeinsamen Kochen treffen.

Autor: Miriam  |  Rubrik: studium  |  Nov 29, 2013
Autor: Miriam
Rubrik: studium
Nov 29, 2013

Studentenleben live

Kriminelle Energie

Im Studiwohnheim herrschen ganz eigene Gesetzte. Zum Beispiel darf alles, was im Gang steht und nicht angeschlossen ist, mitgenommen werden. Und das gilt für wirklich alles: Bücher, Lebensmittel, Möbel. Manchmal kommt es natürlich vor, dass Dinge im Flur stehen, die nicht zum Mitnehmen gedacht sind, wie zum Beispiel mein Wäschekorb. Ob es böse Absicht war oder ein Missverständnis, wird sich nicht klären lassen. Mein Wäschekorb aber war weg. Gut, dass er ein paar Stunden später wieder im Wäschekeller stand. Und natürlich prompt von mir zurückgeklaut wurde. Wenn man das so sagen kann.

Auch in der Uni glauben manche, dieses Gesetz anwenden zu können. So werden aus der Mensa und den Unicafés regelmäßig Besteck und Geschirr geklaut. Was nun dazu geführt hat, dass es zum Kaffee keine Metalllöffel (wow, ein Wort mit drei L) mehr gibt, sondern Plastikstäbchen. Super für die Umwelt.

Aus unserer Bibliothek werden pro Jahr 300 bis 400 Bücher geklaut. Pro Jahr! Davon trudeln ein paar im Laufe der Zeit wieder ein, viele bleiben aber in „Privatbesitz“ oder finden sich in Antiquariaten wieder. Einige wollen also tatsächlich ein Geschäft aus den Büchern machen, andere haben vielleicht einfach vergessen, dass das Buch, das sie benutzen, nicht ihres ist. Wieviele von den Jacken und Taschen, die vor der Bibliothek an der Garderobe hängen, plötzlich nicht mehr da sind, will ich gar nicht erst aufzählen. Das alles könnte mit einer Aufsicht verhindert werden, mag sich jetzt der eine oder die andere denken. Stimmt. Aber was ist wohl teurer, ein Jahresgehalt, oder 300 verschwundene Bücher, von denen einige gar nicht erst nachgekauft werden? Richtig geraten.

Es soll vielleicht eine elektronische Schranke eingeführt werden (wie im Kaufhaus). Ob es dann aber jemanden juckt, wenn sie Alarm schlägt, wird sich zeigen.

Es werden auch Tische und Stühle aus der Uni geklaut. Ganz ehrlich, fällt das nicht auf, wenn jemand mit einem Tisch über den Gang läuft und ihn aus dem Gebäude rausschleppt? Vielleicht, aber wir wussten ja schon lange: Dreistigkeit gewinnt.

Genauso in der Geschichte, die man sich hier erzählt (ob sie stimmt, weiß ich nicht). Zwei Studis seien in Blaumännern in einen vollen Unihörsaal gegangen, hätten den Beamer abmontiert und mitgenommen – und niemand hat etwas gesagt.

Autor: Rose  |  Rubrik: studium  |  Nov 28, 2013
Autor: Rose
Rubrik: studium
Nov 28, 2013