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Studentenleben live

Beirut in Berlin

Autor:
Lukas

Rubrik:
studium

02.08.2016

Vor einiger Zeit war ich auf einem Beirut-Konzert in Berlin. Ich weiß nicht, wie hoch der Bekanntheitsgrad dieser US-amerikanischen Folk-Band ist und muss auch gestehen, dass es eigentlich gar nicht meine Musikrichtung ist. Aber Beirut hat's mir angetan. Mir gefällt die Stimme des Sängers und die besondere Zusammenstellung der Instrumente: Auf der Bühne waren zwei Trompeten, eine Posaune, Schlagzeug, Bassgitarre, Klavier und auch noch ein Keyboard.
Aber der Hauptgrund für den Konzertbesuch war gar nicht die Band, sondern die Location: die Zitadelle Spandau. Die Festung ist nur über eine mittelalterliche Brücke zu erreichen und gehört zu den bedeutendsten Festungen der Hochrenaissance in Europa. Im Innenhof war eine Bühne aufgebaut, umringt von Bier- und Merchandise-Ständen. Warum es mir dort so gut gefällt? Weil die Veranstaltungen dort immer total entspannt ablaufen. Oft gibt es vor großen Konzerten ja viel Gedrängel und Gewarte. In der Zitadelle hingegen verteilt sich die Menschenmasse gut und selbst hinter der Bühne gibt es noch Getränkestände und Bierbänke. Es ist ein bisschen wie auf einem Festival. Und diese Atmosphäre beflügelt meiner Ansicht nach auch die Qualität des Konzerts. Wenn Beirut dann in der Abendsonne vor den mittelalterlichen Bauten spielt, ist das für mich etwas ganz anderes als in einer Konzerthalle oder auf irgendeiner Wiese.

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