interaktiv

Gap Year

Zwischen zwei Welten - Teil 1

Autor:
Noah

Rubrik:
orientieren

29.10.2018

Es waren zwei vollkommen unterschiedliche Welten, die ich im ersten Monat meines Gap-Year‘s erlebt habe. Zuerst verbrachte ich meine Tage hinter einer Supermarktkasse, dann war ich in den Straßen von New York unterwegs. Aber der Reihe nach:
Seit ich denken kann, träume ich davon, finanziell unabhängig von meinen Eltern zu sein. Mit 16 habe ich daher angefangen, in einem Indoor-Action-Park für Kinder zu arbeiten. Genervt von Kindergeschrei und Unterbesetzung, bin ich ein Jahr später an die Kasse einer großen Supermarktkette gewechselt. Doch weder die Bezahlung noch die coolen neuen Stehkassen ließen mich dort Wurzeln schlagen. Kurz nach dem Abi habe ich mir geschworen, endlich etwas Neues zu suchen.
Doch meine Faulheit siegte und so ging ich doch wieder hinter meine Kasse. Anfang August habe ich dann erlebt, wie man als Aushilfskraft in der Urlaubszeit behandelt wird. In den ersten drei Wochen wurde ich täglich für sieben Stunden eingeteilt – und zwar immer für die Spätschicht. Das bedeutet, immer wieder die gleichen Gesichter zu sehen, die nach Feierabend noch kurz ihren üblichen Einkauf tätigen. Der Sonntag ist mir seitdem heilig. Jetzt kann ich diese konservativen Ansichten über verkaufsoffene Sonntage und die Verlängerung der Öffnungszeiten nachvollziehen.
Nach drei Wochen nahm ich meine Schürze und wusste, ich würde erst mal nicht wiederkommen, denn für mich ging es in die Stadt, die niemals schläft – aber davon mehr im zweiten Teil.

Diesen Artikel teilen

Diese Webseite verwendet Cookies und das Webanalyse-Tool Matomo. Das hilft uns, dir ein gutes Nutzungserlebnis zu bieten und unsere Website zu verbessern. Wenn du durch die Seiten surfst, erklärst du dich hiermit einverstanden. Hier erfährst du mehr über die Nutzung deiner Daten und Möglichkeiten zum Widerspruch.