interaktiv

Studieren im Ausland

Vom Öko zum Berater?

Autor:
Manuel

Rubrik:
studium

23.03.2015

Vor zwei Wochen entdeckte ich per Zufall eine Stellenanzeige als Kommunikationsberater und dachte mir, da ich gerne Präsentationen gestalte und mit Menschen interagiere, könnte das doch etwas für mich sein. Also schmiss ich meinen herkömmlichen Lebenslauf und mein Bewerbungsschreiben über den Haufen, gestaltete ein kreatives CV und rundete meine Bewerbung mit einem animierten Bewerbungsvideo ab. Nach einem kurzen Telefoninterview letzte Woche bin ich nun nach London zum Bewerbungsgespräch eingeladen. Damit bestätigt sich der Rat unseres Career Services: In der Medien- und Kreativwelt können die Initiative und das Design mehr als der reine Inhalt punkten.

Unverhofft kommt oft, und deswegen musste ich gestern noch einiges organisieren. Von einem Kumpel lieh ich mir ein Hemd, denn wenn „smart“ als Dresscode angesagt ist, kann ich nicht in T-Shirt und Jeans auftauchen. Eine Kommilitonin fragte ich, ob ich bei ihren Eltern in London übernachten könnte. Ehrlich gesagt bin ich ziemlich aufgeregt … und es fühlt sich an wie der Sprung ins kalte Wasser: von Umweltbewegungen und Landwirtschaft in die Kreativ- und Geschäftswelt zu wechseln.

Design und Kreatives macht mir einfach Spaß. Neben der Uni habe ich immer Flyer, Zeitungen oder Websites gestaltet. Wir brauchen effektive Kommunikation, um einige der Probleme in der Welt offenzulegen. Oftmals sind es Missverständnisse oder einfach schlecht formulierte Appelle, die bei Leuten keinen Anklang finden. Mein Gedanke: Wenn ich Erfahrung im Kommunikationsbereich sammele und Unternehmen helfen muss, sich zu vermarkten, sollte das helfen, Umweltbelange auch größeren Unternehmen, Regierungen und Einzelpersonen zu vermitteln. Ich wurde aber auch gewarnt: „Als ich als Unternehmensberater startete, dachte ich, ich könnte das System von innen umkrempeln. Schneller als du denkst, wirst du Teil davon sein.“ Mit dieser Warnung im Hinterkopf fuhr ich nach London, rasiert und im Anzug. Die Haare sind aber immer noch lang.

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