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Studieren im Ausland

Schlucht von Verdon

Mein Freund und ich mieteten übers Wochenende ein Auto, um uns die Provence und ihre faszinierenden Nationalsparks anzusehen. Die Schlucht von Verdon – nicht zu verwechseln mit der „Schlacht von Verdun“ – ist ein beeindruckender Canyon, der in einen strahlend türkisen See mündet. Dorthin gelangten wir über Landstraßen, die uns durch hübsche Landstriche und kleine charmante Orte führten.
Entlang des Sees fuhren wir Serpentinen entlang, die uns auf eine beachtliche Höhe trugen bis sich plötzlich vor uns die Schlucht öffnete. Wir befanden uns nur auf etwa halber Höhe, doch mir verschlug es trotzdem den Atem. Vor uns befanden sich zwei massive Felshänge die fast senkrecht aufeinander zuliefen. Unten, wo sie sich trafen, schlängelte sich ein klarer Bach durch die Felsen. Trotz ihres unverschämt steilen Neigungswinkels waren die Felswände von grünbrauner Vegetation überzogen. Eine Weile führte uns die Straße direkt am Hang entlang und eröffnete uns immer wieder wunderschöne Perspektiven auf die Schlucht. Irgendwann bog die Straße allerdings ab und führte uns in einen kleinen bezaubernden Ort, umgeben von nichts als Wiesen und Hügeln. Wir machten eine Pause und fanden eine Eisdiele mit typisch provenzalischem Angebot: Thymian- und Lavendeleis. Beide Sorten schmeckten überraschend gut und so gaben unsere Mägen trotz fortgeschrittener Mittagszeit erst einmal Ruhe. Unser weiterer Plan war, zur Südseite der Schlucht zu fahren, um dort zu picknicken. Zusammen mit dem ein oder anderen ungeplanten Umweg, den uns das miserable GPS meines Handys einbrockte und etlichen Aussichtspausen, dauerte es aber dann doch sehr lange bis wie unsere Mittagsrast einlegten. Bei Käse und Baguette genossen wir den Ausblick auf die Schlucht.

Autor: Katha  |  Rubrik: studium  |  Jun 27, 2019
Autor: Katha
Rubrik: studium
Jun 27, 2019

Studieren im Ausland

Noch mal orientieren

Nun sitze ich hier, umgeben von zweihundert jungen Leuten, die ihr Studium an der RSU in Riga beginnen werden. Etwas genervt schaue ich mich nach jemandem um, der nicht im ersten Semester ist. Die Orientierungswoche der RSU ist natürlich vor allem für die Erstsemester aus aller Welt, die in Lettland studieren wollen. Den Studierenden wird erklärt, wo sie alle nötigen Informationen erhalten, wo die Bibliothek ist und was in den ersten Semestern anstehen wird.
Erleichtert bin ich, als es zum spielerischen Erkunden des Campus geht, weil ich so endlich die anderen Medizinstudierenden im Erasmus kennenlerne, jedenfalls die paar, die es aus dem Bett geschafft haben. So treffe ich auf Irma und Mario aus Portugal, Lorenzo aus Italien, Mikolai und Ewa aus Polen, Lucija aus Kroatien und Susanna aus Deutschland. Den gesamten Tag verbrachten wir anschließend damit, uns gegenseitig kennenzulernen und das Uni-Gelände zu erkunden. Nach und nach kamen immer mehr Erasmusstudierende hinzu. Es ist erstaunlich, wie wichtig diese ersten Kontakte sind. In Münster habe ich ähnliche Erfahrungen gemacht. Die Menschen, die ich in den ersten Tagen kennengelernt habe, sind jetzt noch meine engsten Freunde an der Uni. Es ist also enorm wichtig, an diesen Einführungstagen teilzunehmen. Die gesamte Woche drehte sich dann weniger ums Studium als ums Kennenlernen. Ich nahm an einer Trampolin-Aktion teil, wohnte zwei Pub-Crawls bei und versuchte auch sonst, mitzubekommen, was alle so machen und was noch ansteht. Beim Erasmus-Programm geht es schließlich nicht nur ums Studieren, sondern auch um das Schließen von Freundschaften mit Menschen aus ganz Europa. Am Ende der Woche stand dann eine Abschluss-Party an.
Die erste Woche und die ersten geknüpften Kontakte gaben mir viel Hoffnung, dass dies ein aufregendes, spannendes und ereignisreiches Semester wird. Bereits in den ersten Tagen sprach ich mit Susanna und Max viel darüber, was wir im Baltikum, in Skandinavien und in Russland sehen wollen und wir schmiedeten erste Pläne, um unser Erasmus möglichst unvergesslich zu machen. Ein bisschen Uni steht wohl auch an – aber das sehe ich entspannt.

Autor: Thilo  |  Rubrik: studium  |  Jun 25, 2019
Autor: Thilo
Rubrik: studium
Jun 25, 2019

Studieren im Ausland

Roadtrip durch Frankreich - Teil 2

Nachdem ich mit einigen Freunden zwei tolle Tage in Lyon verbracht hatte, brachen wir mit unserem VW-Bus mittags auf, um weiter nach Marseille zu fahren.
Dort kauften wir schnell ein und schon ging es an den Strand – schließlich hatten wir jetzt die Küste erreicht. Bei einem üppigen Picknick sahen wir der Sonne zu, wie sie hinter den Frioul-Inseln im Wasser versank. Als es uns zu kalt wurde, machten wir uns auf den Rückweg. Die einmalige Hafenkulisse, um die sich die Bars und Restaurants herum angesiedelt haben, wirkte dabei so einladend, dass wir beim Zurückschlendern noch in eine Bar hineinschauten.
Am nächsten Tag spielten wir das typische Marseille-Touri-Programm durch. Erst ließen wir uns von dem fantastischen Ausblick der Schutzpatron von der Kirche „Notre-Dame de la Garde“ verzaubern, schauten uns das Hafenviertel bei Tag an und liefen bis zu der Kirche, die die Einheimischen „La Major“ nennen. Just in dem Moment, in dem wir eintraten, begann die Orgel zu spielen und lieferte eine beeindruckende Akustikprobe. Danach spazierten wir selbstverständlich durch das wunderschöne Viertel „Panier“.
Tags drauf fuhren wir aus Marseille raus nach Cannes, wo einen Tag zuvor die Filmfestspiele geendet hatten. Bei leichtem Regen drehten wir eine Runde durch den mit Yachten gepflasterten Hafen, liefen über die berühmte Strandpromenade und erfreuten uns eine Weile an den Baggern, die gerade den Strand umbauten – Weiter ging es danach nach Nizza, von dem alle restlos begeistert waren. Die einzige Kritik erntete unser Timing, weil wir zu wenig Zeit hatten, um die ganze Schönheit der Stadt in Ruhe zu genießen. Mein persönliches Highlight sparten wir uns bis zum letzten Tag auf. Am Freitag machten wir einen Ausflug in die Calanques, dem Nationalpark im Süden Marseilles. Die imposanten Felsformationen und die kleinen Strände in den steilen Felsbuchten machen den Park zu einem magischen Ort. Am Strand angekommen, lockte uns das strahlend türkisblaue Wasser trotz seiner wenig einladenden Temperatur sogar ein paar Schwimmzüge in die Bucht hinaus.
So klang ein wunderbarer Roadtrip aus und wir machten uns erfrischt auf den Rückweg.