interaktiv

Meine Abschlussarbeit

Rückschlag

Autor:
Janna

Rubrik:
studium

28.08.2017

Ich weiß nicht, wann ich zuletzt richtig krank war. Mindestens vier Jahre ist das bestimmt her. Vielleicht liegt es daran, dass ich als Kind so viel im Matsch spielen durfte. Vielleicht härtet es ab, dass ich ab 15 Grad Celsius nur noch in kurzer Hose rumlaufe. Oder vielleicht sind es nur gute Gene – aber mein Immunsystem ist ziemlich stark. Ich bekomme zwar jeden Winter für ein paar Wochen einen ordentlichen Husten, der meine Mitmenschen vermutlich mehr stört als mich, fit bin ich trotzdem. Selbst in der letzten Klausurphase, als fast alle meine Freunde mit unterschiedlich schlimm ausgeprägten Erkältungen im Bett lagen, konnte ich noch topfit vom einen Krankenbett zum anderen tingeln, um Medikamente vorbeizubringen und mein Mitleid auszusprechen – und bekam nicht einmal einen Schnupfen.
Umso mehr hat es mich nun vergangenes Wochenende umgehauen. Nach zwei Tagen, die ich von morgens bis abends vor meiner Hausarbeit in der Bib verbracht hatte, bekam ich Halsschmerzen und musste mich abends vom Spieleabend mit Freunden früher verabschieden, weil ich so kaputt war. Am nächsten Morgen konnte ich dann kaum schlucken, die Nase lief, meine Temperatur war erhöht und vor allem war ich schlapp wie sonstwas. Schon aufs Klo zu gehen oder mir etwas zu essen zu holen, war so anstrengend, dass ich danach erst mal eine Pause einlegen musste. An die Hausarbeit war nicht zu denken, denn abgesehen von Tee trinken und schlafen konnte ich nicht besonders viel.
In den folgenden Tagen wurde es zwar langsam besser, aber hustend, schniefend und immer noch ein bisschen schlapp wollte ich auch nicht wieder in die Bib, die mit Klimaanlage und trockener Luft sicher nicht gesundheitsfördernd ist. Zwar ging es mir wieder gut genug, um an der Hausarbeit zu arbeiten, aber im Bett war meine Hemmschwelle deutlich niedriger, stattdessen lieber Serien zu gucken.
Meine Hausarbeit zu verfassen hat so vier Tage länger gedauert als geplant – insgesamt acht Tage für 18 doch recht ansehnliche Seiten sind zwar immer noch ziemlich gut, aber damit habe ich jetzt weniger Zeit als angesetzt für meine Bachelorarbeit, bei der ich mir zum Glück ein bisschen Puffer eingeteilt hatte. Ab heute werde ich daher wieder jeden Tag brav in der Bib verbringen und so hoffentlich schnell meinem Abschluss näher kommen.

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