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Was tun nach dem Abi?

Das Desaster Südafrika

Autor:
Nele

Rubrik:
orientieren

08.11.2013

Gestern Mittag fing es endlich an zu regnen. Mit allem drum und dran. Der Damm lief sogar über. Das zuvor noch trockene Flussbett war voll mit fließendem Wasser. Blitz und Donner waren wunderbar anzuschauen. Irgendwann hatten wir dann allerdings genug. Es wurde dunkel und kalt. Also sind wir ins Haus gegangen, um uns einen Film anzusehen. In der Mitte des Filmes, Jason Bourne ist gerade mal wieder knapp dem Tod entronnen, klopft es an der Haustür. Nichts ungewöhnliches, oder? Mitten im Nirgendwo schon. Man bekommt hier selten Besuch. Auf alles gefasst öffnet der Herr des Hauses die Tür und vor ihm steht eine junge, durchnässte, zitternde Frau.

Sie kam aus Deutschland und war mit der Aussicht auf einen Platz als Wwoofer nach Südafrika geflogen. Als sie bei der Familie ankam, erweckte eigentlich auch alles einen relativ guten Eindruck. Jedoch verschlechterte sich die Stimmung mit der Ankunft einer weiteren Freiwilligen zusehends. Einen Tag vor ihrer Abfahrt eskalierte die Situation und sie erfuhr den Grund für die schlechte Laune: Die Familie war nicht damit einverstanden, dass die junge Deutsche angeblich nur die Mindestanzahl an vereinbarten Arbeitsstunden absolvierte. Laut eigener Aussage arbeitete sie aber deutlich mehr.

Über viele Umwege war sie nun auf der Farm meiner Freunde gelandet. Und endlich hatte sie Glück: Meine Bekannten haben ihr zugesichert, dass sie solange bleiben darf, bis sie etwas Neues gefunden hat und ihre Eltern ihr finanziell aushelfen. Das nenne ich nun wirklich großmütig und hilfsbereit!

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