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Master live

Nächtlicher Rundgang in der Kunsthochschule

In der Kunsthochschule Leipzig fand jüngst ein Rundgang statt. Dabei werden am Ende des Semesters für ein paar Tage alle Semesterarbeiten ausgestellt und die Schule ist offen für Besucherinnen und Besucher. Das ließ ich mir nicht entgehen und die Werke waren wirklich sehr beeindruckend! Es gab so viele verschiedene künstlerische Arbeiten: Gemälde, Zeichnungen, Plastiken und Objekte. Aber auch Aktionskunst wurde gezeigt, zum Beispiel ein Mädchen, das in der Mitte eines Raumes auf einer Matratze unter einer Decke lag und anscheinend geschlafen hat, oder ein Mann, der immer mal wieder in den Räumen auftauchte und staubsaugte. An jeder Ecke waren kleine Bars aufgestellt, DJs spielten laute Musik und zwischendurch sind in den Fluren auch Bands aufgetreten. Kurzum: Es gab immer etwas zu sehen!
Die Hochschule hat drei Stockwerke. Wir starteten um 20 Uhr im dritten Stockwerk und gingen erst um 3 Uhr, als der Pförtner alle rauswarf, wieder runter, so viel gab es alleine in dieser Etage zu sehen! Ständig verirrte man sich in kleinen Dachboden-Kammern oder in Schrankwand-Labyrinthen oder wurde irgendwo von einem tollen Kunstwerk aufgehalten. Es gab auch viele Video-Installationen, bei denen wir teilweise sehr lange stehen blieben und die Stimmung auf uns wirken ließen. Es war alles sehr aufregend, laut und voller Glitzer.
Nächstes Jahr muss ich mir wohl mehrere Tage Zeit für diese Veranstaltung nehmen, denn an einem Abend kann man gar nicht so viel aufnehmen und auf sich wirken lassen.

Autor: Franca  |  Rubrik: studium  |  Mar 19, 2018
Autor: Franca
Rubrik: studium
Mar 19, 2018

Master live

Vor dem Kreuzverhör

Am Freitag ist es soweit: Ich habe mein erstes Vorstellungsgespräch in München! Und obwohl ich dank meiner zahlreichen Bewerbungsworkshops inzwischen ein Profi sein sollte, bin ich doch sehr aufgeregt.
Nun bereite ich mich auf mögliche Fragen vor. Im Internet sind unzählige Listen zu finden, von typischen Motivations-, Qualifikations- und Charakterfragen bis hin zu richtig fiesen Sticheleien, auf die es quasi keine richtige Antwort gibt, zum Beispiel „Warum haben Sie so lange studiert?“ oder „Wie schätzen Sie Ihre bisherige Leistung im Vorstellungsgespräch ein?“ Da kann man ganz schön ins Schwitzen geraten. Richtig mies sind allerdings Fragen folgenden Kalibers: „Haben Sie vor, bald Kinder zu kriegen?“, „Sind sie häufig krank?“ oder „Sind Sie Mitglied in einer politischen Partei?“ Diese sind aus Diskriminierungsgründen per Gesetz verboten, manche Personaler stellen sie trotzdem. In diesem Fall ist es jedoch völlig legitim, die Antwort freundlich aber bestimmt zu verweigern.
Aber auch „normale“ Fragen können es in sich haben. Um im entscheidenden Moment nicht in nervöses Gestammel auszubrechen, ist es sinnvoll, sich auf alle Eventualitäten vorzubereiten. Denn natürlich sollte man möglichst wahrheitsgetreu antworten, aber auf die Frage, was mein bisher größter Fehler war, sollte ich nicht mit „mein Exfreund“ antworten. Um also nicht unnötigerweise von einem Fettnäpfchen ins nächste zu tappen, sollte man sich eine Antwort zurechtlegen, die einen in möglichst gutem Licht dastehen lässt.
Wieso ich also der perfekte Kandidat für den Job bin? Weil ich mich schnell in neue Themengebiete einarbeiten kann und meine bisher erworbenen Fähigkeiten weiter ausbauen möchte. Meine größte Schwäche? Dass ich immer alles perfekt machen will. Mein größter Fehler und was ich daraus gelernt habe? Vermutlich mein Englischstudium, weil es mich davon abgehalten hat, mich auf meine Stärken zu konzentrieren. Trotzdem war es mir wichtig, den Bachelorstudiengang zu beenden, denn was ich anfange, mache ich auch fertig. Wie ich mit Kritik umgehe? Niemand wird gerne kritisiert, aber konstruktiv geäußerte Kritik bietet immer die Gelegenheit, an sich selbst zu arbeiten. Und wo ich mich in zehn Jahren sehe? Ich hoffe doch glücklich in einem Job, der mich persönlich erfüllt.

Autor: Noelle  |  Rubrik: studium  |  Mar 12, 2018
Autor: Noelle
Rubrik: studium
Mar 12, 2018

Master live

Die Ruhe nach dem Sturm

Nun habe ich volle sieben Wochen Ferien. Das hört sich erst einmal nach sehr viel Zeit an, doch die wird sich wieder schnell füllen, das kenne ich schon ... Dieses Jahr wollte ich mal nicht direkt nach der letzten Prüfung wegfahren und am ersten Uni-Tag zurückkommen, sondern es etwas entspannter angehen. Daher bin ich nun trotzdem in Leipzig – und natürlich direkt krank geworden. So ist das ja oft, sobald die ganze Anspannung von einem abfällt.
Trotzdem habe ich viele schöne Dinge unternommen, für die sonst unter dem Semester keine Zeit bleibt. Zum Beispiel habe ich an einem Kakao-Workshop teilgenommen, den ein Freund von mir anbietet. Dieser ist eigentlich für Kinder gedacht, war aber auch für mich interessant. Es ging darum, wie und wo der Kakao geerntet wird, was das Fairtrade-Siegel bedeutet und wie der Kakao zu Schokolade weiterverarbeitet wird. Anschließend haben wir selbst Schokolade hegestellt, was natürlich das Highlight des Workshops war.
Außerdem habe ich meine freien Tage genutzt, um ins Kino und ins Museum zu gehen oder am Kanal zu spazieren. Das ist wirklich schön an der Gegend in Leipzig, in die ich im Sommer gezogen bin: Man ist direkt am Kanal – ich könnte stundenlang am Wasser entlang flanieren. Ich habe auch Freundinnen und Freunde getroffen, die ich unter dem Semester selten sehe, und verbrachte einen ganzen Tag bei meiner Nachhilfe-Familie, ohne Nachhilfe zu geben. Zuerst habe ich mit der Mutter ein libysches Gericht gekocht, war mit ihr spazieren und Kaffee trinken und am Abend habe ich mit den Jungs Spiele gespielt. Das war richtig schön und tat gut.
Langweilig ist mir bisher noch nicht geworden, aber ewig könnte ich auch nicht so ganz frei und ohne Struktur leben – das merke ich dann doch.

Autor: Franca  |  Rubrik: studium  |  Mar 8, 2018
Autor: Franca
Rubrik: studium
Mar 8, 2018