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Medizin studieren

Studieren im Sommer

Seit fast drei Wochen läuft das Semester nun schon – und gefühlt 80 Prozent meiner Kommilitonen haben davon noch gar nichts mitbekommen. Denn während der Großteil der höheren und niedrigeren Semester bereits in die Bib rennt, um Bücher zur Vorbereitung für Testate, Eingangsklausuren oder Semesteranfangsklausuren zu leihen, herrscht unter uns Fünft-Semestern ein kollektives Faulenzen.

Das ist ganz wunderbar! Dir Frage „Hast du Lust, die Tage mal was zu machen?“ wurde ersetzt durch ein knappes „Wann passt es dir heute Abend?“. Es ist gerade einfach nicht viel zu tun - und damit kann ich erstmal leben!

Das Wetter ist gut, es hat seit drei Wochen nicht mehr geredet, ich bin viel beim Beachvolleyball-Spielen und die Wiesen rund um den Aasee füllen sich mit Grills und sommerlich gekleideten, gut gelaunten Menschen.

Mit diesem Wetter wäre wohl auch die ganze Lernerei viel erträglicher gewesen. Wäre es abends länger hell gewesen, hätte man sich noch auf ein Feierabend-Getränk auf einer Bank am Aasee treffen können. Aber das ist eben nicht zu ändern und erstmal vorbei. Jetzt heißt es, den nahenden Sommer zu genießen und das Studentenleben so richtig auszukosten.

Autor: Johannes  |  Rubrik: studium  |  Apr 30, 2015
Autor: Johannes
Rubrik: studium
Apr 30, 2015

Medizin studieren

Alles neu, alles anders

Nach nur gut zwei Wochen hieß es also schon wieder: Ab in den Hörsaal. Auf dem Plan stand die erste Einführungsveranstaltung, in der wir in den nun beginnenden klinischen Abschnitt des Medizin-Studiums eingewiesen wurden. Man stellt uns Veränderungen der Lehrmethodik, Präsenzregelungen, Prüfungsordnungen und weitere organisatorische Besonderheiten vor. Nicht zuletzt wurden wir erneut darauf hingewiesen, dass wir der absoluten Schweigepflicht unterliegen und dass dies auch gelte, sollten wir im nun beginnenden Untersuchungskurs Dinge über Kommilitonen herausfinden, die unter Umständen nicht ganz „salonfähig“ sein könnten.

Bei diesem Untersuchungskurs – von älteren Semestern hochgelobt – werden uns vor allem praktische Dinge beigebracht: Blutdruck und Blutzucker messen, Blutabnahme, korrekte Hände-Desinfektion, „Einwaschen“ vor OPs und schließlich die gründliche körperliche und neurologische Untersuchung. Außerdem – und das ist tatsächlich abgefahren – lernen wir mithilfe von Schauspielern, wie man Anamnese-Gespräche führt, das A und O des Arztberufes! Diese Schauspieler sind zwischen 11 und 93 Jahre alt und werden im sogenannten Studienhospital in detailgetreu eingerichtete Krankenzimmer gelegt. Die Atmosphäre wird also sehr realistisch sein. Den Schauspielern wird eine Rolle zugewiesen, die sie dann vor uns Studierenden spielen werden. Einzeln werden wir dann in die Zimmer gehen und das Gespräch führen, während der Rest von uns hinter verspiegelten Glasscheiben im Nebenraum steht und das Geschehen beobachten kann. Anschließend bewerten wir uns gegenseitig und erhalten so ein konstruktives Feedback. Das wird bestimmt spannend, auch wenn ich ein bisschen aufgeregt bin.

Autor: Johannes  |  Rubrik: studium  |  Apr 17, 2015
Autor: Johannes
Rubrik: studium
Apr 17, 2015

Medizin studieren

Kurzurlaub

Wie erwartet kam die Erschöpfung nach dem Physikum mit einer Verzögerung von ungefähr zwei Tagen. Zuvor mussten nämlich noch die Erfolge gefeiert, begossen und gemeinsam durchgesprochen werden. Drei Monate lang habe ich gelernt – egal wie das Wetter, die Stimmung oder das allgemeine Wohlbefinden waren. Nach dem Abfallen dieser Last merkte ich nun, wie sehr das an meinen Kräften gezehrt hatte. Und so war ich alles andere als traurig, nach Hause zu meiner Familie fahren zu können.

Ausschlafen bis zum Gehtnichtmehr, Sport treiben, Freunde treffen, viel lesen ... Lauter Dinge, die besonders in den vorangegangenen drei bis vier Wochen viel zu kurz gekommen waren. Und um dem Ganzen noch die Krönung zu verpassen, lud meine Mutter mich zu einem spontanen Wochenend-Trip zum Snowboarden ein. Ein echter Traum! Seitdem ich „im hohen Norden Westfalen“ studiere (für uns Süddeutsche ist das echt im Norden, ich schwör’s euch), habe ich es kein einziges Mal mehr geschafft, meine Füße auf mein Snowboard zu bekommen. Für Ende März war der Schnee echt super, sogar Neuschnee gab’s am ersten Tag!

So ganz ohne Verpflichtungen in den Tag zu starten, war jedenfalls unheimlich gut. Leider viel zu früh musste ich mich dann aber wieder in ein Auto gen Münster setzen, denn gerade einmal zwei Wochen nach der mündlichen Prüfung stand bereits die nächste Pflichtveranstaltung auf dem Stundenplan. Meine Kommilitonen habe ich also wesentlich früher gesehen als unbedingt nötig. Der Urlaub hätte ruhig noch länger sein dürfen!

Autor: Johannes  |  Rubrik: studium  |  Apr 14, 2015
Autor: Johannes
Rubrik: studium
Apr 14, 2015