interaktiv

Medizin studieren

Na dann: Herzlich willkommen!

Autor:
Thilo

Rubrik:
studium

05.11.2018

Eine wirklich sehr sinnvolle und abwechslungsreiche Aufgabe auf Station habe ich noch nicht genannt: die Aufnahmesprechstunde für die Patientinnen und Patienten, die zur geplanten Operation ins Krankenhaus kommen.
Die Aufnahme wird immer von einem Arzt übernommen, ich habe dann den Patienten Blut abgenommen, während der Arzt ihn über das weitere Verfahren aufgeklärt hat. Dann durfte ich auch bei der Untersuchung helfen, die vor der OP noch einmal sicherheitshalber durchgeführt wird. Meistens haben mir die Ärzte vorher gesagt, mit welchen Befunden die Patienten kommen, sodass ich im Vorfeld bereits nachschauen konnte, wie ich einen Kreuzbandriss diagnostiziere oder feststelle, ob ein Muskel in der Schulter gerissen ist.
Etliche Knie durfte ich beugen und strecken, drehen, biegen und abtasten. Es war nie etwas Überraschendes dabei, aber ich erhielt Sicherheit und ein Gefühl dafür, wie sich welche Krankheit oder Verletzung anfühlt. Besonders spannend waren Untersuchungen der Schulter, da diese einen wirklich großen Bewegungsumfang hat. So musste ich etliche Bewegungen vom Patienten durchführen lassen, mit und ohne Widerstand durch mich, um dann zusammengesetzt aus einzelnen Befunden eine Diagnose stellen zu können. Anschließend konnte ich die Patienten noch abhören - eine gute Übung, um herauszufinden, wie sich Lunge und Herz anhören sollten. Absolut essentiell ist es, auf Wunden im Bereich des OP-Gebietes zu achten, was gern mal vergessen wird. Auch wird überaus häufig überprüft, welche Seite operiert werden soll.
Ich habe mich häufig mit in die Aufnahme gesetzt, einfach auch, um herauszufinden, wie die Ärzte mit den Patienten umgehen. Wichtig ist, den Menschen ihre Angst zu nehmen, ihnen Sicherheit zu geben, aber auch klar zu machen, dass sie allein zu entscheiden haben, ob die Operation durchgeführt wird oder nicht.
Durch die Zeit in der Aufnahme habe ich viel gelernt und davon werden auch meine zukünftigen Patienten profitieren.

 

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