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Medizin studieren

Na dann: Herzlich willkommen!

Eine wirklich sehr sinnvolle und abwechslungsreiche Aufgabe auf Station habe ich noch nicht genannt: die Aufnahmesprechstunde für die Patientinnen und Patienten, die zur geplanten Operation ins Krankenhaus kommen.
Die Aufnahme wird immer von einem Arzt übernommen, ich habe dann den Patienten Blut abgenommen, während der Arzt ihn über das weitere Verfahren aufgeklärt hat. Dann durfte ich auch bei der Untersuchung helfen, die vor der OP noch einmal sicherheitshalber durchgeführt wird. Meistens haben mir die Ärzte vorher gesagt, mit welchen Befunden die Patienten kommen, sodass ich im Vorfeld bereits nachschauen konnte, wie ich einen Kreuzbandriss diagnostiziere oder feststelle, ob ein Muskel in der Schulter gerissen ist.
Etliche Knie durfte ich beugen und strecken, drehen, biegen und abtasten. Es war nie etwas Überraschendes dabei, aber ich erhielt Sicherheit und ein Gefühl dafür, wie sich welche Krankheit oder Verletzung anfühlt. Besonders spannend waren Untersuchungen der Schulter, da diese einen wirklich großen Bewegungsumfang hat. So musste ich etliche Bewegungen vom Patienten durchführen lassen, mit und ohne Widerstand durch mich, um dann zusammengesetzt aus einzelnen Befunden eine Diagnose stellen zu können. Anschließend konnte ich die Patienten noch abhören - eine gute Übung, um herauszufinden, wie sich Lunge und Herz anhören sollten. Absolut essentiell ist es, auf Wunden im Bereich des OP-Gebietes zu achten, was gern mal vergessen wird. Auch wird überaus häufig überprüft, welche Seite operiert werden soll.
Ich habe mich häufig mit in die Aufnahme gesetzt, einfach auch, um herauszufinden, wie die Ärzte mit den Patienten umgehen. Wichtig ist, den Menschen ihre Angst zu nehmen, ihnen Sicherheit zu geben, aber auch klar zu machen, dass sie allein zu entscheiden haben, ob die Operation durchgeführt wird oder nicht.
Durch die Zeit in der Aufnahme habe ich viel gelernt und davon werden auch meine zukünftigen Patienten profitieren.

 

Autor: Thilo  |  Rubrik: studium  |  Nov 5, 2018
Autor: Thilo
Rubrik: studium
Nov 5, 2018

Medizin studieren

Badeurlaub

Zwar herrschten während unserer Norwegenreise angenehme 20 Grad und Sonnenschein, nichtsdestotrotz befanden wir uns konstant über 1.000 Metern Höhe, und das weit oben im Norden! Entsprechend waren Schneefelder und Gletscher dauerhafte Begleiter unserer Tour und die zu durchquerenden Bäche waren eiskalt.
Die Anstrengung und die Sonne erhitzten uns allerdings dermaßen, dass wir bei vielen Pausen oder am Ende eines langen Tages alle in den kalten Gebirgssee oder Bach sprangen. Auch Gletscherwasserfälle sorgten für Abkühlung. Tatsächlich entstanden dabei so viele Wasserfallbilder, dass man meinen könnte, wir wären nicht in Norwegen, sondern irgendwo in Südostasien umhergereist! Mit dem Unterschied, dass auch Schnee und Eis zu sehen waren. Badeurlaub in Norwegen eben! Lange hielten wir es freilich nicht im eiskalten Wasser aus.
Nach der Abkühlung ging es weiter und wir genossen die unberührte, menschleere Natur: Teilweise sahen wir zwei, einmal sogar drei Tage keine Menschenseele, sondern nur ein paar wilde Rentierherden. Da wir uns genau das erhofft hatten, bedeutete dieser Umstand pures Glück für uns!
Einziges Manko war die Verpflegung: Es ist nicht leicht, genug Essen für eine zwölftägige Wanderung zu transportieren. Die Menge war insgesamt zu wenig, sodass wir ständig an Essen dachten. Die Vorfreude auf eine leckere Pizza war daher riesig.

 

Autor: Johannes  |  Rubrik: studium  |  Oct 31, 2018
Autor: Johannes
Rubrik: studium
Oct 31, 2018

Medizin studieren

Was kann ich heute für Sie tun?

Während meines Praktikums lerne ich am meisten in der Sprechstunde oder im Operationssaal. In der Sprechstunde wird jeden Tag ein anderer Fachbereich abgedeckt, es gibt Zeiten für Arbeitsunfälle, Knie- und Hüftprothesen, Sportverletzungen und Fußerkrankungen sowie für Nachbehandlungen nach erfolgter Operation. Ich habe es leider noch nicht in jede Sprechstunde geschafft, aber das wird noch.
Zuerst war ich bei einem Oberarzt dabei, der mir sehr sympathisch ist. In seiner Sprechstunde ging es vor allem um die Frage, ob jemand eine Prothese bekommen soll oder nicht. Also habe ich den ganzen Tag Knie und Hüften gebeugt und gestreckt und mir Röntgenbilder dazu angeschaut. Relativ schnell erhält man einen Blick dafür, ob eine Operation nötig ist oder nicht. Die meisten Patientinnen und Patienten sind erleichtert, wenn sie hören, dass sie ein neues Knie bekommen. Für viele ist es der einzige Weg von den Schmerzen und der eingeschränkten Bewegung wegzukommen. Dann wird ein Termin für die Operation gemacht und nach zehn Minuten ist schon wieder alles vorbei.
Arbeitsunfälle weisen hingegen ein deutlich größeres Spektrum an Krankheitsbildern auf, aber auch eine größere Anzahl von Patientinnen und Patienten. Der einzige Facharzt der Station kümmert sich um diese Patienten. Er arbeitet so schnell, dass ich kaum dazu komme, eine Frage zu stellen. Schnell werden Röntgenbilder oder Computertomographieaufnahmen angeordnet, die Bilder innerhalb von Sekunden ausgewertet, dem Patient die Diagnose mitgeteilt und die Weiterbehandlungsmaßnamen besprochen. All das macht er zielstrebig und effizient, wirkt dabei aber so kompetent und souverän, dass sich die Patienten nicht vernachlässigt fühlen.