interaktiv

Zwischen Schule & Beruf

Bruder Johannes

Autor:
Johannes

Rubrik:
orientieren

27.02.2013

Seit vergangenem Montag mache ich nun mein Pflegepraktikum. Dabei ist mir vor allem schwer gefallen, morgens um fünf aufzustehen, damit ich pünktlich um sechs zur Frühschicht auf der Station bin. Das Problem ist dabei gar nicht die Uhrzeit, sondern der Schlafmangel. Irgendwie habe ich das noch nicht raus, mal wirklich früh ins Bett zu gehen. Entsprechend war die erste Woche vor allem durch Müdigkeit bestimmt, da fünf Stunden Schlafe auf Dauer nicht genug sind. Besonders dann, wenn man während der Arbeit acht Stunden permanent auf den Beinen ist. Aber daran gewöhnt man sich recht schnell, wie ich gegen Ende der ersten Woche erleichtert feststellte.

Allerdings muss man auch sagen, dass die ersten Tage durchaus interessant waren und mir großen Spaß gemacht haben. Gut, nicht jedem muss es gefallen, im Fäkalienraum Urinflaschen und Bettpfannen zu leeren, ehrlich gesagt ist das auch nicht unbedingt meine Lieblingsbeschäftigung. Das Einlagen wechseln ist ebenfalls nicht das angenehmste.

Dafür erhält man aber einen richtig guten Einblick in das alttägliche Geschäft von Pflegern und Ärzten. Und da gehört eben mehr dazu als Dinge zu säubern, etwa die Organisation der Station an sich. Das Hauptaugenmerk liegt allerdings selbstverständlich beim Wohl des Patienten! Zuhören, sich mit ihnen unterhalten, Wasser oder Kaffee holen, aber auch Blutdruck, Blutzucker und dergleichen messen dienen dem Wohlbefinden der hauptsächlich älteren Leute. Und irgendwie entschädigt ein „Dankeschön“ für das Bringen eines Kissens schon für die halbe Stunde Stühle putzen im Entsorgungsraum. Es tut einfach gut zu wissen, etwas Sinnvolles zu tun und durch das eigene Handeln Menschen, die nicht mehr selbst für sich sorgen können, zu helfen! Die Dankbarkeit ist wirklich ein großer Lohn.

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