interaktiv

Barrierefrei studieren?

Eine barrierefreie Welt (Teil 1 von 2)

Autor:
Daniela

Rubrik:
studium

07.06.2010

Einem Sehenden werden die Augen verbunden. Dann führen andere Sehende ihn eine Zeit lang umher oder auch ein Blinder ... Der Sehende, der plötzlich nur noch schwarz vor Augen hat, muss nun dem Orientierungssinn des Blinden vertrauen. Das fällt vielen sicherlich nicht leicht und umso mehr freue ich mich, wenn sie sich trotzdem auf das Experiment einlassen.

Denn nur so können sie, wenn auch bloß ansatzweise, nachvollziehen, was es bedeutet, im Alltag von Dunkelheit umgeben zu sein. Dann wünschen auch sie sich bestimmt eine barrierefreie Welt. Aber was ist das eigentlich, eine barrierefreie Welt? Eine Welt, in der alle Hindernisse beseitigt sind? Kann es so etwas überhaupt geben? Natürlich nicht. Denn jedem Behinderten jede Barriere aus dem Weg zu räumen, ist schlichtweg unmöglich. Der organisatorische wie finanzielle Aufwand wäre enorm, vor allem, wenn man bedenkt, wie viele verschiedene Arten von Behinderung existieren.

Und dennoch: Was das Blindsein betrifft, so hatte ich das Glück, einen barrierefreien Raum kennen lernen zu dürfen. Denn ich habe bei der Deutschen Zentralbücherei für Blinde zu Leipzig (DZB) ein vierwöchiges Praktikum absolviert. Die DZB stellt Hörbücher für Blinde (im DAISY-Format, das bis zu 40 Stunden lange Hörbücher fassen kann) ebenso her wie Nachdrucke in Brailleschrift (Blindenschrift). Blinde gehen in diesem Haus ein und aus. Darunter der Direktor der DZB, aber auch andere Mitarbeiter und Kunden. Die Ausstattung des Gebäudes ist den speziellen Bedürfnissen von Blinden angepasst.

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