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Medizin studieren

Was für ein Sturm!

Autor:
Johannes

Rubrik:
studium

02.10.2015

Die letzte Woche startete mit guten Neuigkeiten: Zwar wurde ich im Surfcamp – wie ich es mir gewünscht hatte – als Lehrer für den Fortgeschrittenen-Kurs eingeteilt, doch ließ die Wellen- und Wetter-Vorhersage erahnen, dass das wohl in genau dieser Woche eher nachteilig werden würde.

Denn bei 4,5 Meter hohen Wellen und 80 km/h Windgeschwindigkeit muss ich den anspruchsvollen Kursteilnehmern beibringen, dass keiner ins Wasser gehen darf, wenn die Rettungsschwimmer die rote Flagge hissen. Wenn dann dazu noch sintflutartige Regenfälle niedergehen, drückt das die Laune erheblich. Der Sonntag brachte uns noch einmal richtig gute Wellen, am Montag mussten wir aber einen sogenannten „Lay-Day“ einlegen, was noch einigermaßen verkraftbar war. Am Dienstag waren die Wellen dann soweit in Ordnung, dass wir es zumindest wieder verantworten konnten, mit dem Kurs ins Wasser zu gehen. Das eigentliche Programm für Fortgeschrittene, also raus aufs Meer paddeln und „ungebrochene“ Wellen surfen, war aber weiterhin bis zum Kursende am Freitag nicht möglich.

Das hatte zur Folge, dass die Gesichter der Kursteilnehmer, die sich auf eine Woche voller Surf-Action gefreut hatten, im Laufe der Woche immer länger wurden. Das Feedback in der Abschlussrunde fiel dementsprechend nicht sonderlich positiv aus. Uns selbst tut das selbstverständlich auch leid, schließlich sind wir alle Surfer und würden gerne bei epischen Bedingungen ins Wasser gehen. Nur haben wir das Privileg, hier arbeiten zu können und nicht die Hälfte unseres Jahresurlaubs für miese Bedingungen und weltuntergangsgleiches Wetter zu opfern.

Dass die Welt untergeht, konnte man tatsächlich ab und zu glauben: Sturmböen nahe 100 km/h ließen uns kaum schlafen und zwangen uns, nachts Zelte am Davonfliegen zu hindern. Ich wurde eines Nachts von Pinienzapfen geweckt, die auf das Dach meines alten Busses fielen, und hatte auch eine Stunde später noch das Gefühl, der Bus dröhnte und bebte! Glücklicherweise wurde niemand verletzt und nach einem Tag des Ausharrens war das Schlimmste überstanden! Für die nächste Kurswoche war zum Glück wesentlich besseres Wetter gemeldet.

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