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Au-pair

Good-Bye, my friend

Jetzt ist sie wirklich weg. Heute Morgen ging Patricias Flug in Richtung Deutschland. Ihr Au-pair-Jahr ist also nach wenigen Tagen auf eigenen Wunsch offiziell beendet. Weder ihre Gastfamilie, noch der Au-pair Area-Director konnte sie zum Bleiben bewegen. Im Gegenteil: Je mehr Leute versucht haben, auf sie einzureden, desto entschlossener wirkte sie auf mich. Das hat mir gezeigt, dass dies eine Entscheidung war, die sie nur mit sich allein ausgemacht hat. Mit ihrer Familie in Deutschland hatte sie natürlich auch gesprochen. Glücklicherweise steht diese voll hinter ihr und respektiert ihre Entscheidung. Leider konnte ich sie nicht zum Flughafen bringen, denn mein Arbeitsalltag geht natürlich weiter. Also haben wir uns schon gestern Abend voneinander verabschieden müssen.

"Schreib mir und vergiss mich nicht", sagte sie. Aber wie könnte ich sie je vergessen? Bestimmt werde ich jeden Tag an sie denken und unseren gemeinsamen Plänen für die nächste Zeit nachtrauern. "Wen soll ich denn jetzt abends anrufen und wie soll ich es hier ‘alleine' aushalten?", habe ich sie gefragt. Zwar ist Patricia fest davon überzeugt, dass ich sie vergesse, sobald ich eine neue „beste Au-pair-Freundin" gefunden habe, aber so einfach ist das leider nicht. Ich werde Patricia nicht ersetzen können. Natürlich wird es andere Au-pairs geben, mit denen ich mich anfreunde, aber werde ich hier jemals eine Freundin finden, die mich Patricia und unsere Pläne vergessen lässt? Ich glaube eher nicht.

Autor: Katharina  |  Rubrik: auszeit nach dem abi  |  Oct 8, 2008
Autor: Katharina
Rubrik: auszeit nach dem abi
Oct 8, 2008

Au-pair

Heimweh part II

"Bitte überleg es dir noch einmal, Patricia." "Nein, Katharina, es gibt nichts mehr zu überlegen, meine Koffer sind schon gepackt und meiner Gastfamilie habe ich auch schon davon erzählt." Ja, da standen sie wirklich, zwei große Koffer, bereit, sich auf die Reise zu machen ... Es ist ihr also wirklich ernst. Patricia wird ihr Au-pair-Jahr nach nur acht Tagen abbrechen! Niemals hätte ich das für möglich gehalten. Was haben wir nicht alles für Pläne gemacht. Einfach alles wollten wir zusammen erleben. Wir wollten die USA bereisen, die 200 Stunden Pflicht-Unterricht am College meistern, abends gemütlich auf der Couch sitzen und über unseren Tag quatschen ... Seitdem ich mit meiner Gastfamilie "gematched" habe, bin ich mit Patricia im Kontakt. Aus der anfänglichen Au-pair-Bekanntschaft wurde eine richtige Freundschaft, die während des Au-pair Jahres wachsen sollte. Und nun? Wenn sie erstmal abgereist ist, stehe ich ganz allein da. Daran darf ich gar nicht erst denken.

Nachdem ich mich mehrmals mit Patricia getroffen habe und ihre Entschlossenheit erkennen konnte, muss ich mich wohl oder übel mit dem Gedanken anfreunden. Patricias Sehnsucht nach ihrer gewohnten Umgebung ist einfach zu groß. Da hilft es auch nichts, ihr die Konsequenzen vor Augen zu halten: Nicht nur, dass ein Au-pair, welches das Jahr vorzeitig abbricht, den Rückflug selbst zahlen muss, auch die Gastfamilie wird in eine schwierige Situation gedrängt. Sie muss sich ein neues Au-pair suchen, den das Au-pair, mit dem sie monatelang gerechnet haben, wird nun doch nicht ein Jahr Teil ihrer Familie sein.

Autor: Katharina  |  Rubrik: auszeit nach dem abi  |  Sep 24, 2008
Autor: Katharina
Rubrik: auszeit nach dem abi
Sep 24, 2008

Au-pair

Heimweh Part I

Heute bekam ich einen langersehnten Anruf: Patricia, meine beste Freundin, mit der ich das Au-pair-Jahr  geplant habe, rief mich an. Natürlich habe ich mich sehr gefreut und fing sofort an, sie auszuquetschen: Wie geht es dir? Wie ist deine Gastfamilie? Wie gefällt dir dein neues Zuhause? Niemals hätte ich gedacht, dass ihre Antworten darauf so negativ ausfallen würden. Während ich mich sowohl in meiner Gastfamile, als auch in meinem neuen Zuhause sehr wohl fühle, will Patricia nur eines: So schnell wie möglich zurück nach Deutschland.

Schon nach wenigen Tagen war ihr klar, dass sie es hier in Amerika kein Jahr aushalten könnte, erzählte sie mir. Natürlich habe ich alles versucht, ihr die Idee, das Au-pair-Jahr abzubrechen, auszureden. "Denk daran, was du alles dafür getan hast, um hier zu sein: Du hast deinen Job aufgegeben, deine Familie, Freunde und nicht zuletzt deinen Freund in dem Glauben zurückgelassen, dass sie dich ein Jahr nicht sehen werden ..." Doch Patricia klang sehr entschlossen: "Ich MUSS zurück, Katharina, ich habe zu großes Heimweh!" Das durfte doch nicht wahr sein, war mein erster Gedanke, nachdem wir unser Telefonat beendet hatten. Wird Patricia wirklich zurück nach Deutschland fliegen und ihre Chance auf ein Jahr Amerika sausen lassen? Ich mag es mir gar nicht ausmalen, den schließlich sollte es UNSER Jahr werden.

 

Autor: Katharina  |  Rubrik: auszeit nach dem abi  |  Sep 19, 2008
Autor: Katharina
Rubrik: auszeit nach dem abi
Sep 19, 2008