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Energiefressern auf der Spur

Große Glühbirnen hängen in einem Café. Foto: Julien Fertl
Der Austausch von herkömmlichen Glühbirnen durch LED-Lampen gehört zu den einfachsten Methoden, um Energie zu sparen.
Foto: Julien Fertl

Energiemanager

Energiefressern auf der Spur

Nicht nur im eigenen Haushalt, auch in vielen Unternehmen gibt es zahlreiche Energiefresser. Sie aufzuspüren zählt zu den Aufgaben von Stephan Brandl. Der 34-jährige Energiemanagementbeauftragte bei N-Ergie in Nürnberg sorgt dafür, dass unnötiger Energieverbrauch vermieden wird.

Für Technik hat sich Stephan Brandl schon als Kind interessiert. Eine technische Ausbildung war für ihn nach dem Schulabschluss selbstverständlich. In seiner Ausbildung zum Anlagenmechaniker beim Unternehmen N-Ergie in Nürnberg, einem großen regionalen Energieversorger, lernte er die Energiebranche kennen. Nach der Ausbildung studierte Stephan Brandl an der Technischen Hochschule Nürnberg Versorgungstechnik auf Bachelor und an der Technischen Hochschule München Gebäudetechnik auf Master. Anschließend stieg er wieder bei der N-Ergie in Nürnberg ein, jetzt als Energiemanagementbeauftragter. Die Abteilung hatte er bereits während seiner Werkstudententätigkeit kennengelernt.

Die N-Ergie kümmert sich auch um das Energiemanagement des Schwesterunternehmens VAG Verkehrs-Aktiengesellschaft. „Als Energiemanagementbeauftragter bin ich recht viel unterwegs, unter anderem bei der U-Bahn, der Straßenbahn, den Wasserwerken und den Immobilien der Unternehmen“, erklärt Stephan Brandl. „Ich schaue mir zum Beispiel anhand von Stromrechnungen an, wo besonders viel Energie verbraucht wird, und erarbeite nach meinen Vor-Ort-Terminen Empfehlungen, wo Energie eingespart werden könnte.“

„Wille, die Dinge voranzutreiben“

Ein Portät-Foto von Stephan Brandl

Stephan Brandl

Foto: privat

Nicht selten geht er dazu mit Messgeräten durch die Gebäude, um die Energiefresser zu identifizieren. Manchmal reicht es aus, Anlagen anders zu regeln als bisher, manchmal müssen sie komplett erneuert werden, weil sie zu alt und zu ineffizient geworden sind. „Im Vordergrund steht natürlich immer, dass die Qualität der Leistungen erhalten bleibt, also zum Beispiel die Wasserversorgung nach wie vor gewährleistet ist oder die Fahrgäste sicher und zuverlässig von A nach B kommen.“ Zusammen mit einem Kollegen sitzt Stephan Brandl in der Zentrale, von wo aus die beiden mit ihren Energie-Ansprechpartnern aus den unterschiedlichen Bereichen zusammenarbeiten.

„Man muss in meinem Beruf Freude am Umgang mit Menschen haben und den Willen mitbringen, die Dinge voranzutreiben“, findet der Energiemanagementbeauftragte, der für seine Arbeit unter anderem Projektleiterfähigkeiten braucht. Im Studium hat er sich auch mit wirtschaftlichen und rechtlichen Fragestellungen aus der Energiewirtschaft befasst, das kommt ihm nun bei seinen Aufgaben zugute. Um Missstände zu beheben, muss er zudem schnell Zusammenhänge erkennen. Vor einiger Zeit hat er – neben anderen technischen Fortbildungen – die Ausbildung zum Energieeffizienz-Auditor gemacht. Damit kann er nun die vorgeschriebenen internen Energiemanagement-Auditierungen durchführen.

Wechsel zwischen technischen und organisatorischen Aufgaben

Vom Einbau von LED-Lampen in einem Gebäude über den Tausch von Heizkesseln bis hin zum Einsatz von Elektrobussen und -autos in der Stadt – die Maßnahmen, die auf seine Anregungen hin umgesetzt werden, sind vielfältig. Damit auch die Mitarbeiter darüber informiert sind, schreibt Stephan Brandl immer mal wieder Beiträge für die Mitarbeiterzeitschrift oder das Intranet. Der kontinuierliche Wechsel zwischen technischen und organisatorischen Aufgaben ist Alltag in seinem Beruf. „Wobei mir das Technische am meisten Spaß macht“, sagt der Ingenieur.

abi>> 13.08.2019

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